Ein Erlebnis besonderer Art ist stets der Besuch in Worpswede. Kunst, Kultur, Natur eingebunden in eine phantastische Umgebung von Wiesen, Kanälen, Hecken, Alleen und ganz viel Grün im Dorf begeisterte die große Gruppe von Mitgliedern des Heimat- und Verschönerungsvereins.
Diesmal waren es nicht nur die Besuche in Museen mit Arbeiten der Maler und Bildhauer der ehemaligen Künstlerkolonie. Die Führung begann mit einer Reise zu den Ursprüngen: der Entstehung und der Entwicklung der Künstler und des Dorfes. Im Altdorf mit den ehemaligen großen Höfen und den bestehenden Fachwerkhäusern und Scheunen, dem Friedhof, wo zahlreiche Künstler begraben wurden, u.a. Paula Modersohn-Becker (PMB), der Zionskirche mit den Malereien von PMB und den Kinderköpfen ihrer Künstlerfreundin Clara Rilke-Westhoff, über den Weyerberg, wo die Künstler der damaligen Zeit "plein air" gemalt haben, ging es in die Bergstraße, dem aktuellen Zentrum der Gemeinde.
Viele Geschichten, Anekdoten und Ansichten vervollständigten den Spaziergang. Zum Abschluss ging es in das Modersohn Museum. In dem ehemaligen Wohnhaus des Ehepaars Modersohn waren noch Teile der Originaleinrichtung zu sehen. Mitbringsel von den Parisreisen von PMB und viele Bilder, sowohl der beiden Modersohns als auch ihrer Künstlerfreunde.
Nach einer Mittagspause stand der Nachmittag zur freien Verfügung, um die vielfachen Ausstellungsangebote zum 150. Geburtstag von PMB zu besuchen. Besonders beliebt war ein kleiner Spaziergang entlang der gepflegten Gärten und kleinen Häuser aus der Zeit um 1900 zum Museum im Schluh. Dort betreibt die Familie Vogeler bis in die heutige Zeit eine kleine Weberei, ein Fachwerkhaus mit Ferienwohnungen und ein Museum mit Arbeiten von Martha Vogeler und ihrem Mann Heinrich Vogeler. Nach Vorlagen im Stil des Jugendstils, entworfen von Martha Vogeler werden noch heute Decken, Kissen, Sets etc. gewebt. Die Produktion kann besichtigt werden. Ebenso können Tischlerarbeiten nach Vorlagen von Heinrich Vogeler dort erworben werden.
Der Jugendstil prägt auch heute noch Teile des Dorfes und insbesondere das Gesamtkunstwerk Barkenhoff. Beim Besuch dieses "Vogeler Museums" zum Abschluss begeisterten Gebäude mit Inneneinrichtung und die Parkanlage nach Plänen von Heinrich Vogeler, die Teilnehmer.
Auch wenn die meisten Mitreisenden bereits vorher in Worpswede waren, war die Entwicklung des Ortes von einem Bauerndorf zu einem Künstlerort mit vielfachem Kulturangebot in 7 Museum etwas Besonderes. Alle waren sich einig, in den kommenden Jahren wieder zurückkommen zu wollen. Deshalb wurde die Reiseleitung Brigitte Scheuer gebeten, die Reise in die zukünftige Planung des HVV aufzunehmen.





