06.05.2026

Naturkundlicher Rundgang

Naturkundlicher Rundgang
Die unermüdlichen Wanderer

Für den naturkundlichen Rundgang zu den Naturschutzgebieten Linnenbeeke und Kleiner Selberg  am 6. Mai 2026 hatte Herr Dr. Wittmann zwei Mitarbeiter der Biologischen Station Herford gewinnen können.

„Uns hat die Wanderung mit der Truppe Spaß gemacht“, so die Resonanz der sachkundigen Führer am Ende.

Trotz anhaltendem Regen und einer Temperatur von 7 Grad Celsius fand sich eine standhafte Gruppe am Wanderparkplatz Linnenbeeke ein, um die beiden Naturschutzgebiete Linnenbeeke und kleiner Selberg zu erkunden.

Sie zeichnen sich durch eine Vielfalt unterschiedlicher Biotoptypen aus. Dem Naturschutzgebiet Kleiner Selberg kommt als Restvorkommen von Zwergstrauchheiden und des reichen Wachholderbestandes eine besondere Bedeutung zu. Im Tal der Linnenbeeke prägen als Zeugen der Eiszeit eine Vielzahl von Findlingen das Landschaftsbild.

Gleich zu Beginn des Rundganges erfuhren die Beteiligten anschaulich wie sensibel menschliche Eingriffe in die Natur sein können. Die Wanderschuhe wurden desinfiziert, um die Verbreitung der Salamander Pest zu verhindern.

Bergan durch den artenreichen Buchenwald eröffnete sich immer wieder ein Blick auf die beeindruckenden Findlinge des Bachtals. Am Rande des Wirtschaftsweges kann man die Mächtigkeit der eiszeitlichen Geschiebe erkennen. Der Quelltopf der Siebenquellen gab Anlass über geologische Schichten zu reflektieren. Die Informationen der sachkundigen Führung wurden mit Interesse aufgenommen. Doch schnell stellte sich heraus, dass auch die naturkundlich interessierten Beteiligten ihre Kenntnisse einbringen konnten. Eine besondere Bereicherung war, dass einer der Teilnehmer, der aus seiner Grundschulzeit die Gegend kannte, viel Hintergrundwissen ergänzen konnte. Eine Entschädigung für das regnerische Wetter war der Blick vom höchsten Punkt der Wanderung über die Heckenlandschaften auf die mit Wolkenfetzen verhangenen Berge. Auf dem Rückweg faszinierten die beeindruckenden Bestände großer Wacholderpflanzen im Naturschutzgebiet kleiner Selberg. Weniger erfreulich ist, dass der Wildwuchs an Birken das besondere Biotop zu vernichten droht. Die Bergheide ist stark beeinträchtigt.

Hilfe bringt zumindest teilweise die Beweidung der Trockenrasen. Tierische Hilfe bringt dabei die Herde der Schottischen Hochlandrinder, die mit Nachwuchs zu bewundern war.

Nach gut zwei Stunden konnte einvernehmlich festgestellt werden. „Wir haben alle etwas dazu gelernt und eine wunderschöne Landschaft in der Nachbarschaft erleben können.“

Naturkundlicher Rundgang, Bild 1
Beginn der Tour mit den Mitarbeitern der Biologischen Station
Naturkundlicher Rundgang, Bild 2
An den sieben Quellen
Naturkundlicher Rundgang, Bild 3
Schottische Hochlandrinder Kuh und Kalb
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