Chemnitz war das Ziel einer 3-tägigen Reise des HVV im Juli. 30 Teilnehmer und Teilnehmerinnen unter Leitung von Brigitte Scheuer waren neugierig, auf die Stadt, die Region und deren Kulturangebot.
Die Reise ging über Erfurt. Die Landeshauptstadt Thüringens ist immer einen Besuch wert. Mit einer Stadtführung beginnend ab dem Domplatz erlebten die Besucher die großartige Anlage der 2 Kirchen auf dem Domberg. Daneben den Petersberg mit der imposanten Zitadelle. Natürlich wurde die Krämerbrücke mit den mehr als 30 Gebäuden auf beiden Seiten überquert und auf besonderen Wunsch der Stadtführer auch von der Seite betrachtet. Aufgelockert mit zahlreichen kleinen Plätzen, alles begrünt und mit kleinen Parks gestaltet stellte sich Erfurt als Gartenstadt mit Tradition einladend dar. Durch die Gassen und kleinen Straßen ging es in der Altstadt natürlich auch zur Synage, die von der wechselvollen Geschichte der Erfurter jüdischen Gemeinde in ihrem Museum berichten kann.
Nach diesem Zwischenstopp ging es Richtung Chemnitz.
Stadtrundfahrten und Spaziergänge zeigten die wechselvolle Geschichte des "sächsichen Manchester". Die zahlreichen Industriebauten, der Textilindustrie, des Maschinenbaus haben Nachnutzungen gefunden und waren dementsprechend umgebaut. Die 1. Lokomotive, die 1. Spinn- und Webmaschine für Sachsen wurden in Chemnitz gebaut. Dies bot Grundlage für etliche Kulturangebote. Hervorzuheben sind die Kunstsammlungen Chemnitz, die mit der Sammlung am Theaterplatz, dem Museum Gunzenhauser international anerkannte Sammlungen, insbesondere des Expressionismus, der Neuen Sachlichkeit vorhalten. Und dann das Henry van de Velde Museum: die Villa Esche. Der Textilfabrikant Eugen Esche hatte 1902 den Designer und Architekten van de Velde mit der Planung für die Villa Esche samt Interieur beauftragt. Dieses Gesamtkunstwerk zu besichtigen, war etwas Besonderes. Das Schmidt-Rottluff Haus, Geburtshaus des Malers, die Burg Rabenstein, als kleinste mittelalterliche Burg Sachsens, das Wasserschloss Klaffenbach inmitten eines Landschaftsparks konnten bei der Stadtrundfahrt entdeckt werden.
Das Vorland des Erzgebirges bezauberte am 3. Tag, als es zum Schloss Augustusburg ging. Einem wunderschönen Renaissanceschloss, das im Rahmen einer historischen Führung erlebt wurde. Die repräsentativen Räume des Erdgeschosses, der unter dem Dach befindliche Trompeterstuhl, einem Austritt auf einer Galerie, von wo der sächsische Kurfürst August stets mit Fanfaren begrüßt wurde. Welch ein grandioser Ausblick bot sich den Besuchern auf die Wälder des Erzgebirges. Aber damit nicht genug. Denn natürlich musste auch das Brunnenhaus mit der historischen Ausstattung des Gröpels und dem mehr als 130 m tiefen Brunnenschacht besucht werden. Nach den Erläuterungen wurde ein Schöpfmeister aus der Runde gefunden, der nach getaner Arbeit eine Urkunde und Medaille erhielt. Und die Zuschauer natürlich ein Glas "Brunnenwasser".
Mit diesem Erlebnis und voller Eindrücke über eine lebendige Kulturhauptstadt, der abwechslungsreichen und vielfältigen Region und den zahlreichen Attraktionen ging es nach Hause. Der Besuch hatte sich gelohnt.













